Campus-Umgestaltung: Hamburger setzen sich durch

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Das ist der Siegerentwurf für den Campus Bundesstraße Ost (Bild: BSB)

Das ist der Siegerentwurf für den Campus Bundesstraße Ost (Bild: BSB)

Renommierte Architekten aus Hamburg, Deutschland und ganz Europa haben um den Bau des neuen Uni-Viertels in Eimsbüttel gebuhlt. Nun stehen die Gewinner des städtebaulichen Wettbewerbs zur Umgestaltung des Campus der Universität an der Bundesstraße fest. Zwei Architekturbüros aus Hamburg haben sich durchgesetzt.

Sieger in der Kategorie „Städtebau“ zur Gestaltung der Fakultät Mathematik, Informatik und Naturwissenschaft ist das Team von Raumwerk Architekten aus Frankfurt/Main, SEHW Architekten aus Hamburg und der Gesellschaft für Technik am Bau aus Berlin. Ihr Entwurf verbinde die Areale auf beiden Seiten der Bundestraße in gelungener Form, schaffe mehrere zentrale und lebendige Campusplätze und vernetze historische Wegebeziehungen, so die Jury.

Die SEHW-Architekten haben in Hamburg unter anderem das Rolf-Liebermann-Studio, das „Philippe Starck Haus“ in der HafenCity, die „Bank“ in den Hohen Bleichen und das Gebäude der Reederei Macs in der Großen Elbstraße gebaut. Viele ihrer Bauten werden in Aufsätzen und Artikeln gewürdigt und finden regelmäßig Eingang in das Jahrbuch „Architektur in Hamburg“.

Im Hochbauwettbewerb für die Gebäude des KlimaCampus haben sich APB Architekten aus Hamburg zusammen mit HTP Architekten und der Kofler Energies Ingenieurgesellschaft, beide aus Braunschweig, durchsetzen könnnen. Ihr Entwurf arrangiert die Neubauten um das Geomatikum herum und ermöglicht es, dass alle am Exzellenzcluster CliSAP („Integrated Climate System Analysis and Prediction“) beteiligten wissenschaftlichen Einrichtungen künftig in unmittelbarer Nähe zueinander forschen und lehren können.

Die APB-Architekten haben in Hamburg unter anderem das Kontorhaus der Generali-Versicherung am Johannisbollwerk, das Haus der Merkur-Versicherung am Siegfried-Wedells-Platz, die Grundschule in Neuallermöhe und die Gesamtschule Binnenfeldredder sowie das Kirchliche Zentrum in Neuallermöhe entworfen.

Der Baubeginn für den KlimaCampus ist für 2013 vorgesehen. Partner bei der Realisierung wird SAGA GWG. Sie wird die Gebäude errichten und finanzieren und dann an die Universität vermieten. Nach ersten Schätzungen werden die Investitionen für die Neubauten für den KlimaCampus rund 140 Millionen Euro betragen. Die Kosten für die Gestaltung des gesamten Campus Bundesstraße belaufen sich nach groben Schätzungen auf rund 320 Millionen Euro.

„Die heutige Preisverleihung schließt einen langen und intensiven Arbeitsprozess mit vielen Beteiligten ab“, sagt Wissenschaftssenatorin Dorothee Stapelfeldt. Die siegreichen Entwürfe seien „kreative und zukunftsweisende Lösungen“.

21 hochqualifizierte Teams aus Deutschland und dem europäischen Ausland hatten sich dem Wettbewerb gestellt. Anhand eines umfangreichen Auslobungskataloges entwickelten die Teams aus Stadtplanern, Architekten und Ingenieuren für Gebäude- und Laborplanung ein städtebauliches Gesamtkonzept für den Campus Bundesstraße bzw. einen Entwurf für die Gebäude des KlimaCampus.

In einer zweitägigen Sitzung setzten sich acht Fachpreisrichter, sieben Sachpreisrichter und fünf Jurygäste mit den Arbeiten intensiv auseinander. Die einzelnen Arbeiten waren anonymisiert und nur mit Nummern versehen. Die Jury hat die Arbeiten nach rein fachlichen und sachlichen Gesichtspunkten bewertet und die Platzierungen festgelegt. Erst dann wurden die Namen der Büros zu den Platzierungen bekanntgegeben.

Verena Töpper

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