Die letzte und größte Party des Jahres

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Vom Südufer der Elbe aus lässt sich das Feuerwerk über den Landungsbrücken und der Skyline mit freier Sicht und ohne Geschubse genießen (Bild: pa)

Vom Südufer der Elbe aus lässt sich das Feuerwerk über den Landungsbrücken und der Skyline mit freier Sicht und ohne Geschubse genießen (Bild: pa)

Der kommende Sonnabend ist natürlich nicht einfach nur ein Wochenendtag – es ist der 53. Sonnabend in diesem Jahr, damit der letzte 2011 und obendrein auch noch Silvester. Das normale Partyprogramm zum Wochenende ist da kaum genug. Diese Nacht muss lauter, bunter und aufregender sein als all die anderen. Aber wie und wo? Einfach Insider fragen. Sieben Stadtteilreporter verraten für ihr Quartier, wie und wo der Rutsch ins neue Jahr am schönsten ist.

Sternschanze
Das Schanzenviertel hat genug Potenzial für einen verheißungsvollen Start ins Jahr 2012. Dafür sollte aber der Magen gut gefüllt sein. In vielen Restaurants werden Silvester-Menüs angeboten, so zum Beispiel im „Südhang“ (Susannenstraße 29). Es folgt ein Verdauungsspaziergang im Schanzenpark. Von der Erhöhung unter dem Wasserturm aus lässt sich das Feuerwerk um Mitternacht gut beobachten. Wer danach noch nicht genug hat, kann sich durch die Susannenstraße und über das Schulterblatt treiben lassen, um mit anderen Feierwilligen anzustoßen. Das geht auch ohne Gedränge: Das „Vier Fäuste“ (Juliusstraße 40) ist meist etwas leerer als die üblichen Lokale im Viertel. Auch im „Unter den Linden“ (Juliusstraße 16) hat man ein wenig mehr Ruhe. Und am Morgen gibt es dort auch ein Katerfrühstück. Marike Stucke

Ottensen
Viele Veranstalter buhlen in Ottensen um die Gunst der Gäste. Wer die Feier im Phoenixhof besuchen wollte, hat Pech gehabt. Nachdem es zahlreiche Beschwerden gab, dass die Party in den vergangenen Jahren schlecht organisiert gewesen sei, wurde sie nun abgesagt. Garantiert nicht abgesagt wird der lohnenswerte Ausblick auf das große Feuerwerk an den Landungsbrücken, den man vom Altonaer Balkon aus hat. Die Getränke und Snacks kann man einfach selbst mitbringen. Will man Ottensens Historie ehren, dann sollte man einen Blick auf dänische Bräuche werfen, schließlich gehörte das Quartier mal zu Dänemark. Dort wird ähnlich gefeiert wie in Hamburg, allerdings ziehen in der Nacht Jugendliche durch die Straßen und spielen Streiche – umgestellte Gartenmöbel, Rasierschaum am Fenster und verschwundene Gartentore gehören zu Silvester dazu. Julian Hinz

Winterhude
Am schönsten ist es, gemütlich mit Freunden zu feiern. Silvester ist der perfekte Abend, um die Lieben aus sämtlichen Regionen Deutschlands nach Hamburg zu holen und sie bei sich einzuquartieren. Bis Mitternacht wird lecker gegessen und Blei gegossen. Kurz vor zwölf geht es warm eingepackt an einen Alsterarm zum Feuerwerkgucken. In Winterhude gibt es zum Glück viele Stellen, an denen die Sicht gut ist. Sehr zu empfehlen ist die Brücke an der Meenkwiese gleich hinter der U-Bahn-Station Lattenkamp. An diesem Ort kommt es ganz sicher nicht zu großen Menschenansammlungen. Das ist vor allem für diejenigen gut, die gerne böllern – aber unverletzt ins neue Jahr starten wollen. Wem solch ein Abend zu langweilig ist, der sollte auf dem Mühlenkamp vorbeischauen. Viele der Kneipen haben spezielle Silvester-Angebote. Ricarda Twellmann

Eppendorf
In Eppendorf liegt ein Gang an die Alster nahe, um dort das Feuerwerk zu genießen. Wer aber lieber in etwas kleinerer Runde das Spektakel über der Alster genießen will, dem stehen zahlreiche kleinere Brücken zur Verfügung, auf denen sich nicht ganze Hundertschaften drängen. Von der Brücke an der Hochzeitskirche (Ludolfstraße 66) aus kann man das Feuerwerk zum Beispiel auch sehr gut sehen. Für Partyfreunde ist das „Borchers“ (Geschwister-Scholl-Straße) eine gute Adresse. Auch in diesem Jahr wird es dort ein Silvester-Büfett geben, bevor Tische und Stühle zur Seite gerückt werden und die Tanzfläche eröffnet wird. Einen Geheimtipp für den Morgen danach: Das Restaurant „Zur Alten Mühle“ (Eppendorfer Landstraße 176) ist eines der wenigen im Quartier, das an Neujahr geöffnet ist. Wer will, kriegt dort ein deftiges Katerfrühstück. Mira Chopra

St. Pauli
Die Reeperbahn ist die Partymeile. Jedes Wochenende drängen sich dort Partywütige und Touristen. Doch das kann einmal im Jahr noch getoppt werden: An Silvester pilgert gefühlt der halbe Norden zum Kiez. Doch echte St. Paulianer wird man dann nur selten antreffen. Viele flüchten gerade an Silvester in andere Viertel. Dabei muss man nicht gleich das ganze Quartier meiden. Oft genügt es schon, ein paar Seitenstraßen weiterzugehen, um nett zu feiern. Man sollte aber bei der Planung bedenken, dass es auf der Reeperbahn voll wird – zu voll für manche. Und noch ein Tipp: Viele Feiernde strömen um Mitternacht an die Landungsbrücken. Dabei ist der Blick auf der anderen Seite der Elbe viel schöner. Einfach durch den Elbtunnel hinübergehen. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass es dort noch nicht so voll ist wie auf der anderen Flussseite. Christina Lachnitt

Grindelviertel
Silvester im Grindelviertel zu feiern heißt, eine eher ruhige Nacht zu verbringen. Die meisten Bars und Cafés schließen an diesem Tag oder lassen ihren normalen Betrieb weiterlaufen, ohne etwas Besonderes zu veranstalten. Wer Neujahr trotzdem im Grindel feiern möchte, sollte sich zur „Leobar“ (Grindelhof 59) begeben. Dort wird eine Silvesterfeier in kleinem Rahmen stattfinden. Für 45 Euro gibt es Longdrinks, Bier, Sekt und eine Mitternachtssuppe. Es wird ein eher nachbarschaftliches Zusammenkommen sein, da die Bar nur etwa 50 Leute aufnehmen kann. Die Karten gibt es ausschließlich im Vorverkauf in der „Leobar“. Um Mitternacht kann man zum nahe gelegenen Campus laufen, um ungestört einige Raketen zu zünden und anschließend ein paar Münzen in den Ententeich zu werfen. Die guten Vorsätze sollte man dabei nicht vergessen – das passiert ja meist später ohnehin. Kim Schwarz

Eimsbüttel
Ich gebe es offen zu: Ich mag Silvester nicht. Die Leute machen sich deswegen jedes Jahr halb verrückt. Ich nicht. Denn ich finde, dass das Fest völlig überbewertet ist. Alle erwarten immer ein Riesending, und dann passiert immer das Gleiche: zu viel Essen, zu viel Wein, Feuerwerk, mindestens ein angekokelter Mantel, und irgendwer heult in der Ecke. Als Familienvater – wie so viele in Eimsbüttel – bleibe ich einfach zu Hause und mache bei diesem ganzen Wahnsinn nicht mit. Außerdem ist es nahezu unmöglich, an Silvester einen vertrauenswürdigen Babysitter zu finden. Also feiern wir zu Hause mit Freunden und schauen uns das Feuerwerk vom Balkon im vierten Stock aus an. Das sieht von dort recht spektakulär aus. Und genau dieses Programm empfehle ich auch allen anderen Eimsbüttelern – zumindest denen mit Balkon. Marc Steiling

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