„Pro SMiLe“: So läuft das Lehramtsstudium glatt

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Die Teilnehmer von "Pro SmiLe" mit Projektkoordinatorin Jette Heger (r.) während eines Workshops (Bild: K. Schwarz)

Die Teilnehmer von "Pro SmiLe" mit Projektkoordinatorin Jette Heger (r.) während eines Workshops (Bild: K. Schwarz)

Im Mai startete der gemeinnützige Verein SchlauFox e.V. das Projekt „Pro SMiLe“, das Lehramtsstudenten mit Migrationshintergrund unterstützen soll. Eine Gruppe von 10 Studierenden der Universität Hamburg nimmt derzeit an dem Projekt teil. Sie alle weisen verschiedenste kulturelle Hintergründe auf, haben jedoch gemeinsame Ziele: ihre Sprachkompetenzen zu verbessern, wissenschaftlich zu arbeiten und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Emine, 23, studiert im zweiten Semester die Fächer Deutsch und Biologie für die Grund- und Mittelstufe. Als eine aus der Türkei stammende Kurdin empfindet sie ihre Studiensituation nicht immer als optimal. „Ich habe das Gefühl, dass in der Uni immer alle besser sind als ich. Die haben eben auch von zu Hause mehr mitbekommen und dort mehr Unterstützung erhalten.“ Emine hat keine Sprachprobleme, wenn es um die Mündlichkeit geht, aber schriftlich fällt ihr das Arbeiten nicht immer leicht. „Das Projekt ist sehr wichtig für mich, sonst würde ich in der Luft hängen“. Eine besondere Rolle komme auch der gegenseitigen Hilfe zu: „Ich will mir nicht nur helfen lassen, sondern auch selber helfen und den anderen Mut machen.“

Katrin, 21, stammt ursprünglich aus Polen. Sie studiert die Fächer Mathematik und Geographie für die Grund- und Mittelstufe, ebenfalls im zweiten Semester. Sie möchte vor allem ihre Rechtschreibung verbessern und hofft, dass sie bei „Pro SMiLe“ die Grundlagen für wissenschaftliches Arbeiten erlernen kann. „Ich habe nämlich noch nie eine Hausarbeit geschrieben.“

Natalia, 29, ist erst seit wenigen Jahren in Deutschland und hat schon in ihrer Heimat, der Ukraine, als Lehrerin gearbeitet. In Deutschland war sie jedoch gezwungen, erneut ein Lehramtsstudium aufzunehmen. Derzeit studiert sie die Fächer Religion und Geschichte im zweiten Semester. „Ich habe große sprachliche Probleme und keinen, der mir damit helfen könnte“, sagt sie. Vor allem an ihr letztes Schulpraktikum hat Natalia schlechte Erinnerungen. „Wir sollten eine Stunde in einer Klasse halten. Mir haben vor Aufregung die Knie gezittert. Ich war so bemüht, richtiges Deutsch zu sprechen, dass ich alles Inhaltliche vergessen habe.“ Sie möchte nun lernen, die Unsicherheit abzulegen und auch bei Hausarbeiten selbstbewusster zu werden. „Ich brauche auch Hilfe im Umgang mit Medien.“


Kim Schwarz


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