Wie finanzieren Studenten ihren Alltag?

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Auf einen Student kommen während des Studiums viele Kosten zu. Neben den Kosten für die uni, müsen auch die vielen Nebenkosten, wie Wohnungsmiete oder Essen, bedacht werden. Wie bezahlen Studenten die anfallenden Kosten? Mit Hilfe von BAföG? Durch Unterstützung der Eltern? Oder durch einen Nebenjob? Hamburger Studenten erklären, wie sie ihren Alltag finanzieren.


Katrin finanziert ihr Studium mithilfe von BAföG und ihrem Nebenjob bei Microsoft (Bilder: A. Eser-Ruperti)

Katrin finanziert ihr Studium mithilfe von BAföG und ihrem Nebenjob bei Microsoft (Bilder: A. Eser-Ruperti)

Katrin Czaja, 27, Sozialökonomie:

Ich finanziere mein Studium der Sozialökonomie mit Hilfe von dem elternunabhängigen BAföG. Das bekomme ich, weil ich sechs Jahre gearbeitet habe. Außerdem jobbe ich acht Stunden die Woche, auf 400-Euro Basis, bei Microsoft hier an der Uni. So stehen mir jeden Monat ungefähr 1000 Euro zur Verfügung.


Annabel M., 21, BWL:

Ich habe jetzt gerade mit BWL angefangen und BAföG beantragt. Ich weiß noch nicht genau, wie viel ich letztendlich bekommen werde. Ich schätze jedoch, dass es um die 400 bis 500 Euro monatlich sein werden. Bis ich die erste Auszahlung Ende November bekomme, schlage ich mich mit Ersparnissen, Kindergeld und dem Unterhalt den mein Vater für mich zahlt, durch. Mit BAföG werde ich auf knapp 1000 Euro kommen.


Hagen bessert seine Monatskasse mit Aushilfsjobs auf

Hagen bessert seine Monatskasse mit Aushilfsjobs auf

Hagen Doleske, 22, Bildungs- und Erziehungswissenschaften:

Auch ich bekomme BAföG, da das aber nicht ausreicht, arbeite ich nebenher noch. Ich habe keine Festanstellung. Aber helfe ab und zu im Nagelstudio meiner Freundin aus, wo ich putze oder die Dinge erledige, die so anfallen. So verdiene ich um die 200 bis 300 Euro extra im Monat. Insgesamt komme ich so auf 800 Euro.


Sina W., 24, Lehramt Biologie und Deutsch:

Meine Eltern übernehmen für mich die anfallenden Studiengebühren aber für die restlichen Kosten, so wie Wohnungsmiete oder Essenskosten, komme ich selber auf. Da ich kein BAföG bekomme, arbeite ich neben der Uni 19 Stunden die Woche im Krankenhaus als Krankenschwester. Das kann schon sehr stressig werden, aber irgendwie klappt es.


Carsten arbeitet neben der Uni als Personaltrainer in einem Fitnesszentrum

Carsten arbeitet neben der Uni als Personaltrainer in einem Fitnesszentrum

Carsten Krohn, 28, Sport- und Medienwissenschaften und Journalismus:

Ich mache hier in Hamburg gerade mein Diplom in Sport- und Medienwissenschaften, kombiniert mit Journalismus. Am Anfang meines Studiums haben meine Eltern mich noch unterstützt aber dann habe ich immer mehr selber verdient.

Zuerst habe ich nebenbei in einer PR-Agentur gearbeitet, doch mittlerweile bin ich als Personaltrainer in einem Fitnesszentrum angestellt. Die Annahme, dass Studenten nicht die Zeit zum arbeiten hätten, stimmt nicht. Ich hatte immer so viel Freizeit, dass ich sogar noch mehr hätte machen können. Mit meinem Job komme ich auf ungefähr 1500 Euro im Monat.


Franziska (l.) und Monic werden beide finanziell von ihren Eltern unterstützt. Weitere Kosten decken sie mithilfe von Nebenjobs ab

Franziska (l.) und Monic werden beide finanziell von ihren Eltern unterstützt. Weitere Kosten decken sie mithilfe von Nebenjobs ab

Franziska D., 25, Lehramt Biologie und Geografie:

Ich finanziere mein Studium mit Hilfe meiner Eltern, die mir einen bestimmten monatlichen Betrag geben und zusätzlich jobbe ich noch. Ich arbeite in einem Café als Kellnerin. Wie viel ich im Monat verdiene, hängt stark vom Trinkgeld ab. Ich habe immer so um die 800 Euro, manchmal auch mehr, je nachdem wie viel Trinkgeld ich bekomme. Studium und Job unter einen Hut zu bekommen ist schon sehr stressig, mein Tag ist meistens sehr vollgepackt.

Monic S.,27 , Lehramt Biologie und Geschichte:

Auch meine Eltern übernehmen einen Teil meiner monatlichen Ausgaben. Den Rest verdiene ich mir durch Nebenjobs. Ich arbeite zwei Mal die Woche bei einer Bank und außerdem Babysitte ich jede Woche bei einer Familie. So komme ich auf ungefähr 800 Euro.


Auch Patrick finanziert den Studenten Alltag mithilfe seiner Eltern und Nebenjobs

Auch Patrick finanziert den Studenten Alltag mit Hilfe seiner Eltern und Nebenjobs

Patrick Lehmann, 21, BWL:

Einen Teil meiner Ausgaben übernehmen meine Eltern, wie zum Beispiel meine Wohnungsmiete oder Essen. Da ich sehr auf gesunde Ernährung achte, rechne ich jeden Monat 100 Euro für Essen ein. Die Kosten für Bücher teilen wir uns und Dinge wie meinen Handyvertrag, zahle ich selber. In den Semesterferien jobbe ich, wie jetzt zum Beispiel bei Hollister, um diese Kosten selber tragen zu können. Insgesamt habe ich im Monat ungefähr 800 zur Verfügung.


Antonia Eser-Ruperti


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2 Kommentare zu Wie finanzieren Studenten ihren Alltag?

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