Frage der Woche (35): Warum freust Du Dich auf den Herbst? Und wie feierst Du den Herbstbeginn in Deinem Quartier?

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Jede Woche beantworten die Stadtteilreporter eine Frage zu ihrem Viertel. Diesmal geht es um die schönen Seiten des Herbstes, der laut Kalender am 23. September begonnen hat. Was kannst Du nun in Deinem Quartier unternehmen, das du im Sommer nicht machen kannst?

Stadtteilreporter Philipp Scholz:

So ein Prachtstück lässt sich derzeit in fast jedem Lebensmittelgeschäft Hamburgs ausfindig machen (Bild: P. Scholz)

So ein Prachtstück lässt sich derzeit in fast jedem Lebensmittelgeschäft Hamburgs ausfindig machen (Bild: P. Scholz)

Herbstzeit, Kürbiszeit! Die vielgesichtigen Rundlinge gibt es zwar praktisch das ganze Jahr über zu kaufen, aber der Spaß daran und der Appetit darauf kommt – nicht zuletzt durch die Präsentation in den Lebensmittelgeschäften – doch erst jetzt so richtig auf.

Zumal jetzt Deutschlands eigene Ernte an den Verbraucher weitergereicht wird – nicht selten in Bio-Qualität und mit einem gegenwärtig weit verbreiteten Einheitspreis von 1,99 Euro pro Stück (!) vergleichsweise günstig. Denn bereits ein kleines Exemplar ist überraschenderweise mehr als ausreichende Menge, um genug Beilage für zwei Personen zu bieten.


Die Verwandtschaft zur Melone ist offensichtlich, der Zubereitungsaufwand gering (Bild: P. Scholz)

Die Verwandtschaft zur Melone ist offensichtlich, der Zubereitungsaufwand gering (Bild: P. Scholz)

Kürzlich erzählte ich einem Freund, seines Zeichens gelernter Koch und Fachmann für jede Frage rund ums Kulinarische, dass ich vor ein paar Jahren sehr angetan von der Sorte „Mikrowellenkürbis“ war, die ein großer Discounter vorübergehend angeboten hatte. Diese ließen sich in Rekordzeit und ohne erwähnenswerten Aufwand unzerlegt in der Mikrowelle zubereiten und anschließend bequem und in aller Gemütlichkeit auslöffeln.
Als diesem Freund nun meine Enttäuschung darüber auffiel, dass ich seither diese Variante in keiner Auslage mehr gefunden habe, empfahl er mir einen hervorragenden, kaum aufwendigeren Ersatz: Hokkaido aus dem Backofen.


Schon vor dem Garen ein appetitlicher Augenschmaus (Bild: P. Scholz)

Schon vor dem Garen ein appetitlicher Augenschmaus (Bild: P. Scholz)

Und so einfach ist es: Waschen, halbieren, von den Kernen befreien (aber nicht zu viel vom Kernfleisch beseitigen!) und in etwa speisekartoffelgroße Stücke zerlegen.

Diese dann auf einem Backblech verteilen, etwas Olivenöl darüber geben, mit Salz und Pfeffer würzen (nicht sparsam sein) und bei 180 bis 200 Grad 35 bis 50 Minuten – je nach Stückchengröße und Kondition des Ofens – in der vorgeheizten Garzelle zu einem cremig-weichen Traum werden lassen.

Wer mag, kann zuvor auch noch etwas Sesam und ein paar Butterflocken hinzufügen.


Gelingt leicht und kann sich sehen lassen: Kürbis ahoi! (Bild: P. Scholz)

Gelingt leicht und kann sich sehen lassen: Kürbis ahoi! (Bild: P. Scholz)

Die harte Schale wird beim Garen ganz zart und kann mitgegessen werden. Kürbisse enthalten viele Mineralstoffe und Vitamine, Beta-Carotin sogar in einer so großen Menge, dass man aufpassen muss, nicht versehentlich etwas damit zu färben. Beta-Carotin ist bestimmt dabei hilfreich, auch in der dunklen Jahreszeit noch gut zu sehen.

Der Kategorie nach handelt es sich bei Kürbissen übrigens um Beeren (die größten der Welt), sie entstammen der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae), zu der auch Melonen und Gurken gehören.
Und lecker herbstlich sind sie obendrein! An dieser Stelle noch vielen Dank an Felix – unser kulinarisches Palaver und deine Ratschläge sind immer eine Bereicherung!

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