Frage der Woche (44): Wo in Deinem Quartier kann man sich am besten auf Weihnachten einstimmen?

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Jede Woche beantworten die Stadtteilreporter eine Frage zu ihrem Viertel. Passend zum ersten Advent geben sie diesmal Tipps, wo in ihrem Quartier man die Vorweihnachtszeit am besten zelebrieren kann. Die Weihnachtsmarktsaison hat wieder begonnen – wo kann man sich bei Glühwein, Lebkuchen und Maronen am besten auf die Feiertage einstimmen?

Stadtteilreporter Philipp Scholz:

BUDNI bietet Weihnachtsschmuck auf einer zusätzlichen Verkaufsfläche an. Wird das der müden Vorweihnachtsstimmung im Quartier helfen? (Bild: P. Scholz)

BUDNI bietet Weihnachtsschmuck auf einer zusätzlichen Verkaufsfläche an. Wird das der müden Vorweihnachtsstimmung im Quartier helfen? (Bild: P. Scholz)

Vier Wochen sind es nur noch hin bis zum Weihnachtsfest. Vier Wochen, in denen wohl die meisten von uns sich über Geschenke sowie die Ausgestaltung und den Ablauf der diesjährigen Weihnacht den Kopf zerbrechen.

Aber auch vier Wochen, in denen man ab und an einfach mal Fünf gerade sein lässt, alles Stressige mal eben vergisst und mit Freunden und Bekannten einen Glühwein zur Ermunterung hebt.

Zu dieser Zeit des Jahres ist das warme Licht der Weihnachtsmärkte ja auch eine besondere, Gemütlichkeit versprechende Verlockung.

Eine, die einen großen Bogen um das Grindelviertel macht. Denn obwohl anderweitig jede noch so kleine Stellfläche gut genug ist für einen weihnachtlichen Stand, findet sich nichts dergleichen hier im Quartier. Und so ist es mit der vorweihnachtlichen Stimmung auch nicht weit her zwischen Dammtor, Hallerstraße und Schlump.

Klar, die Einzelhändler sind bemüht, zumindest pro forma den einen oder anderen Glitzerstern zu postieren. Die vom Weihnachtsgeschäft oftmals besonders gut profitierenden Mobilfunkhändler legen sich schon mal einen Lichterschlauch ums Schaufenster. Aber ganz ehrlich: Von liebevollem Dekor, welches vom reinen Vermarktungsaspekt der Weihnachtszeit für einen Augenblick abzulenken vermag, findet sich – zumindest bislang – keine Spur.

Nirgendwo wird man vom warmen Licht angezogen, nichts verspricht außerordentliche Gemütlichkeit.


Immerhin: In manchen Gaststätten hat man sich auf den Ausschank von Glühwein eingestellt und Budnikowsky an der Grindelallee hat zwei Hausnummern weiter eine zusätzliche Verkaufsfläche für Weihnachtsschmuck aller Art eingerichtet.

Es steht einem so manches offen im Grindelviertel, aber sich in bester Tradition auf Weihnachten einzustimmen ist nicht dabei. Ist es noch zu früh? Oder sind wir Opfer unserer guten Lage? Schließlich bietet sich genug Weihnachtsgetüdel in den angrenzenden Stadtteilen.

Aber so ein lauschiger kleiner Weihnachtsmarkt im Herzen des Quartiers hätte schon seinen Charme.

Stadtteilreporter Kim Schwarz

Wer sich jetzt schon auf die Festtage einstimmen möchte, der muss sich zumindest im Grindelviertel noch ein wenig gedulden. Während die kürzlich eröffneten Weihnachtsmärtke in vielen Teilen Hamburgs wenigstens schon ein bisschen für besinnliche Stimmung sorgen, ist von all dem im Grindel noch nichts zu spüren. Weder weihnachtliche Beleuchtung und Musik, noch Glühweinbuden sind hier zu finden. Auch das Studierendenwerk ist noch nicht auf den Zug aufgesprungen, denn das sonst so üppige Angebot in Mensen und Cafeterien lässt bislang noch den Punsch außenvor. Als ich kürzlich eine Mitarbeiterin danach fragte, erhielt ich nur einen verwunderten Blick und die Antwort: „Nein, sowas haben wir nicht.“ In vereinzelten Cafés im Grindel wird immerhin Spekulatius zum Kaffee oder Tee serviert, das ist doch schon mal ein Anfang. Vielleicht sollte man dem Ganzen einfach noch etwas Zeit geben.

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